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Information zur Herbergsuche - Marientragen in Leidersbach

Beginnt am 08. Dezember 2019 20:00

Herbergsuche – Marientragen

Seit langer Zeit wurde in unseren Gemeinden im Advent eine Marienstatue in die Häuser der Menschen gebracht, die sich dafür bereit erklärten, der Muttergottes Herberge zu gewähren. Es kamen Verwandte und Nachbarn zusammen, um gemeinsam bei der Figur den Rosenkranz zu beten. Leider gestaltete sich dieser Brauch in letzter Zeit etwas schwierig.

In den vergangenen Jahren haben die Firmlinge die Aufgabe übernommen, die Muttergottes bei einer Familie zu holen und zur nächsten zu bringen. Die wenigsten von ihnen haben den Brauch selbst miterlebt und haben wenig Bezug dazu, Terminabstimmungen gestalteten sich schwierig. Manche können vielleicht mit dem Rosenkranzgebet nichts anfangen … Es meldeten sich immer weniger Personen oder wollten vielleicht ihren Namen nicht im Amtsblatt veröffentlicht wissen. Ganz oft halfen in Leidersbach die „Rosenkranzfrauen“ vom Oberdorf aus und luden die Gottesmutter in die Kapelle ein. Bei den winterlichen Temperaturen und der Häufigkeit wird das aber auch zu viel. Grund genug, über eine neue Form des alten Brauchtums nachzudenken, denn es wäre sehr schade, wenn die Türen unserer Häuser und unserer Herzen für die Mutter unseres Glaubens verschlossen blieben. 

Maria einladen könnte auch ganz anders aussehen:

Die Figur wird wie bisher am 8. Dezember auf den Weg geschickt und nach einem Tag selbständig zur nächsten Adresse gebracht. In den Kirchen liegt (in Leidersbach an der Muttergottesstatue) ab Samstag, 23.11. eine Liste aus, in der sich jeder seinen Wunschtermin reservieren kann. Und wenn mal ein Termin freibleibt, kann die Muttergottesstatue sicherlich auch für 2 Tage in einem Haus bleiben oder es findet sich spontan jemand in der eigenen Verwandtschaft oder im Freundeskreis, der Maria für einen Tag bei sich aufnimmt. Wer nicht weiß, wo er die Muttergottesstatue am nächsten Tag hinbringen soll oder nicht weiß, wie er sie transportieren soll, kann gerne im Pfarrbüro (Tel. 1595) anrufen. Wie wir die Zeit für Maria in unseren Häusern und Familien gestalten, bleibt unseren Ideen und Vorlieben überlassen. Traditionell mit Rosenkranz oder einfach als stiller Gast, der an einem besonderen Platz unseren Alltag miterlebt. Mit der Statue wird ein „Tagebuch“ weitergereicht, in das jeder „Gastgeber“ der möchte sein Lieblingsgebet, eine Bitte, einen guten Wunsch, ein Bild, ein Gemälde (wenn Kinder im Haus sind bestimmt eine gute Form der Beteiligung) eintragen kann. Der Brauch soll uns daran erinnern, dass Maria mit Jesus noch immer unterwegs ist und um Aufnahme bittet. Unvoreingenommen sein, Mitgefühl zeigen und Offenheit sind auch heute noch wertvolle Eigenschaften! Seid mutig! Probiert einfach mal aus: Was macht Marias Besuch mit uns?

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